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Sanierung und Effizienzhaus - alle Förderungen der KfW im Überblick

Von Jens Piasecki
Bild: Förderung der KfW
RENEWA findet garantiert eine passende KfW-Förderung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau - kurz KfW - stellt auf Bundesebene Förderung für die energetische Sanierung von Bestandsbauten sowie Neubau oder Kauf von Effizienzhäusern zur Verfügung. Durch die schrittweise Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) seit Anfang 2021 gab es jedoch Änderungen in der Förderung der KfW, mitunter ist der Zuschuss KfW 430 weggefallen.

Eine KfW-Förderung gibt es aktuell (Stand: Juli 2021) unter anderem für Kauf, Neubau oder Sanierung zum KfW-Effizienzhaus sowie für verschiedene Einzelmaßnahmen. Dazu gehören sehr gut isolierende Fenster und Türen, Dämmungen und der Anschluss ans Fernwärme-Netz. Wie hoch die Förderung aktuell jeweils ausfällt, welche Bedingungen Sie dafür erfüllen müssen und wie Sie vom RENEWA-Service profitieren, können Sie im folgenden Artikel erfahren.


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    Wer steht hinter der KfW?

    Bild: Modellhaus mit Energielabel
    Mit KfW-Förderung CO2-Emissionen senken - dank BMWi

    Um die Energiewende in Deutschland voranzutreiben, stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf Bundesebene verschiedene Förderprogramme für Altbau-Sanierungen und Neubauten zur Verfügung. Getragen wird die KfW-Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

    Das BMWi ist auch für die inhaltliche Gestaltung der Förderung verantwortlich. Im Zuge dessen hat die Behörde die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) als Nachfolger der aktuellen Förderung geschaffen. Ziel ist es, die CO2-Emissionen im Gebäudesektor weiter zu senken. Gefördert werden aktuell sowohl Einzelmaßnahmen, die zur Steigerung der Energieeffizienz von Bestandsbauten führen, als auch Komplett-Sanierungen, der Kauf eines Effizienzhauses und Neubauten nach Effizienzhaus-Standard.

    Dabei vergibt die KfW einmalige Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen, oder Kredite, die zusätzlich zur Kredit-Summe einen Zuschuss zur Schuldentilgung beinhalten. Seit 01.07.2021 sind die aktuellen Programme der KfW in der Kreditförderung der BEG EM für energetische Sanierungen mit Einzelmaßnahmen und in der Kredit- und Zuschuss-Förderung der BEG WG für Wohngebäude nach Effizienzhaus-Standard zusammengefasst.


    Service: KfW-Förderung berechnen lassen

    Die Förderung der KfW ist zwar umfangreich, sie wird aber nicht einfach so mit der Gießkanne verteilt, sondern ist an Bedingungen gekoppelt. Auch nach den Fördernovellen 2021 sind Details, Strukturen und Förder-Kombinationen für Laien manchmal schwer verständlich.

    Mit dem RENEWA-Service erhalten Sie die Möglichkeit, die Planung und Berechnung der KfW-Förderung von kompetenten und dena-zertifizierten Energieberatern durchführen zu lassen - wir finden und beantragen die passende Förderung für Sie. Nutzen Sie unseren Service und nehmen Sie über unser Anfrageformular unverbindlich und kostenlos Kontakt zu einem unserer Berater auf. Wir helfen Ihnen gerne bei Ihrem Vorhaben.


    Bild: Geld sparen mit Beratung von RENEWA

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    Zuschüsse und Kredite im Überblick

    In der folgenden Tabelle finden Sie einen aktuellen Überblick über die relevantesten Förderungen der KfW, deren Höhe und für welche Sanierungen oder Erweiterungen im Bestandsbau sie infrage kommen.

    KfW-ProgrammAuszahlung (Art der Förderung)Höhe der FörderungSanierungs-Maßnahmen
    KfW 261Zinsgünstiger Kredit mit TilgungszuschussBis zu 75.000 € - Neubau oder Kauf eines Effizienzhauses: Kredit von max. 150.000 € + Tilgungszuschuss bis zu 25 % der Kreditsumme, Sanierung zum Effizienzhaus: Kredit von max. 150.000 € + Tilgungszuschuss bis zu 50 % der Kreditsumme (jeweils abhängig vom erreichten Effizienzhaus-Standard)Komplettsanierung zum Effizienzhaus: Dämmungen,
    Dachdämmungen,
    Fenster,
    Türen,
    Fernwärme,
    Heizungen (außer Ölheizungen / Elektroheizungen),
    Heizungsoptimierung,
    Anlagentechnik (z. B. zentrale Lüftungsanlagen)
    KfW 262Zinsgünstiger Kredit mit TilgungszuschussMindestens 20 % - Für die Einzelmaßnahme Kredit von max. 60.000 € + Tilgungszuschuss von mindestens 20 % der KreditsummeDämmungen,
    Dachdämmungen,
    Fenster,
    Türen,
    Heizungen (Förderung bis zu 55 %; außer Ölheizungen / Elektroheizungen),
    Heizungsoptimierung,
    Anlagentechnik (z. B. zentrale Lüftungsanlagen)
    KfW 440Zuschuss ohne Rückzahlung900 € - pauschal für die Installation einer Wallbox (Ladestation für Elektroautos), Förderung gilt pro LadepunktAnschaffung und Installation einer Wallbox
    KfW 455-BZuschuss ohne RückzahlungBis zu 6.250 € - Investitionszuschuss Barrierereduzierung: Förderung für den Abbau von Barrieren und für mehr Wohnkomfort, unabhängig vom aktuellen Alter des Antragstellers

    WICHTIG: Weil die Fördermittel erschöpft sind, kann der Zuschuss KfW 455-B aktuell nicht beantragt werden. Eine Fortführung mit neuen Bundesmitteln wird laut KfW geprüft. (Stand: Juli 2021)
    Abbau von Barrieren z. B. in Eingangsbereichen oder Badezimmern
    KfW 455-EZuschuss ohne RückzahlungBis zu 1.600 € - Zuschuss für besseren EinbruchschutzMaßnahmen zum Schutz vor Einbrüchen, z. B. spezielle Fenster und Türen, Garagentore, Alarmanlagen
    KfW 461Zuschuss ohne RückzahlungBis zu 75.000 € - Neubau oder Kauf eines Effizienzhauses: Bis zu 25 % der förderfähigen Kosten von höchstens 150.000 €, Sanierung zum Effizienzhaus: Bis zu 50 % der förderfähigen Kosten von höchstens 150.000 € (jeweils abhängig vom erreichten Effizienzhaus-Standard)Komplettsanierung zum Effizienzhaus: Dämmungen,
    Dachdämmungen,
    Fenster,
    Türen,
    Fernwärme,
    Heizungen (außer Ölheizungen / Elektroheizungen),
    Heizungsoptimierung,
    zentrale Lüftungsanlagen

    Zuschuss 461 (ehemals 430)

    Der Zuschuss KfW 461 hat den Zuschuss KfW 430 zum Juli 2021 ersetzt. Für den Kauf, Neubau oder die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus stehen jetzt bis zu 75.000 Euro Förderung bereit. Die Summe ergibt sich aus dem maximalen Fördersatz (50 Prozent) der maximal förderfähigen Kosten (150.000 Euro). Der Fördersatz ist abhängig davon, ob es sich um Kauf oder Neubau oder um eine Komplettsanierung handelt und selbstverständlich vom erreichten Effizienzhaus-Standard.

    Hintergrund: Der Zuschuss KfW 430 für Einzelmaßnahmen ist mit Einführung der BEG EM Anfang 2021 in die Zuständigkeit des BAFA übergegangen. Mitte 2021 sind auch die übriggebliebenen Fragmente (nur noch Effizienzhaus-Förderung, keine Einzelmaßnahmen mehr) der einstmals beliebtesten Förderung für die energetische Sanierung weggefallen und in das Programm KfW 461 überführt worden. Mehr zum neuen KfW-Zuschuss 461 lesen Sie hier.

    Kredit 261/262 (ehemals 151/152/153)

    Sollte Ihnen das nötige Kapital fehlen, um Ihr Haus ohne Fremdmittelfinanzierung zu sanieren, bietet die KfW alternativ zum Programm KfW 461 auch noch die zinsgünstigen Förderkredite KfW 261/262. Wenn Sie eine Sanierung mit Einzelmaßnahmen planen, hilft Ihnen das Programm KfW 262 mit einem Kredit von bis zu 60.000 Euro über die Liquiditätsschwierigkeiten hinweg.

    Zusätzlich beinhaltet das Programm noch einen Tilgungszuschuss in Höhe von mindestens 20 Prozent, also 12.000 Euro. Je nach Art der Einzelmaßnahme kann der Tilgungszuschuss auch noch höher ausfallen. So können Sie für eine emissionsarme Holzheizung inklusive aller möglicher Boni bis zu 55 % der Kreditsumme als Förderung erhalten.

    Entscheiden Sie sich dafür, Ihr Haus zum Effizienzhaus sanieren zu lassen, können Sie mit einem Kredit von bis zu 150.000 Euro planen. Genau wie bei der Einzelmaßnahme steht Ihnen hier noch ein Tilgungszuschuss zur Verfügung - je nach erreichtem Effizienzhaus-Standard erhalten Sie bis zu 50 Prozent der Kreditsumme. Das entspricht maximal 75.000 Euro pro Wohneinheit die Ihnen helfen, die Kreditschuld inklusive Zinsen zu tilgen.

    Die Förderkredite 261 und 262 sind im Juli 2021 aus den bisherigen Förderkrediten 151, 152 und 153 hervorgegangen und leicht abgewandelt worden. Die Zinssätze für die beiden Förderkredite der KfW variieren zwischen 0,68, 0,84 und 0,88 Prozent beim Annuitätendarlehen, abhängig von der Laufzeit und der tilgungsfreien Anlaufzeit. Beim endfälligen Darlehen über 10 Jahre beträgt der effektive Jahreszins 0,90 Prozent (Stand: 13. Oktober 2021).

    Förderung im Neubau

    Selbstverständlich bietet die KfW auch eine Förderung für energieeffiziente Neubauten an. Die Programme 461 und 261 für die Effizienzhaus-Sanierung gelten gleichermaßen auch für Neubau und Kauf eines Effizienzhauses. Im Gegensatz zu der Förderung für eine Komplettsanierung zum Effizienzhaus liegt der prozentuale Anteil der Förderung allerdings bei Neubau oder Kauf etwas niedriger. Details entnehmen Sie unseren Artikeln zu den einzelnen Programmen oder Sie lassen sich die Optionen und Bedingungen von einem unserer Energie-Effizienz-Experten erläutern.


    Tipps zur KfW-Förderung nach Gewerken

    Bild: KfW Förderung für Dachdämmung
    Sparen Sie Geld mit einer KfW-Förderung

    Bei der Sanierung von Bestandsbauten ist die Förderung der KfW vor allem für Dämmungen der Gebäudehülle sowie gut isolierende Fenster und Türen zu empfehlen, wenn Sie den Kredit KfW 262 mit Tilgungszuschuss wählen. Besonders bei Dach-Sanierungen können Sie sehr viel Geld sparen, wenn das Dach auch gedämmt wird.

    Denn dann werden alle damit in Zusammenhang stehenden Nebenarbeiten (wie z. B. eine Neueindeckung) mit gefördert. Einzelheiten zur Förderung von Dachsanierungen finden Sie hier. Im Heizungsbereich ist vor allem die KfW-Förderung für die Brennstoffzelle zu empfehlen. In den folgenden beiden Kapiteln finden Sie genauere Informationen zur KfW-Förderung der einzelnen Gewerke.

    Neue Heizung fördern lassen

    Die Heizungsförderung ist zu Beginn 2020 fast vollständig in die Hände des BAFA übergegangen. Durch die Einführung der BEG kann man seit 01.07.2021 allerdings auch eine Förderung von der KfW erhalten. Die KfW fördert mit dem Programm KfW 262 alle Heizungen als Einzelmaßnahme, die auch vom BAFA mit einem Zuschuss gefördert werden. Dabei bietet die KfW im Programm 262 einen Kredit bis zu 60.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss von mindestens 20 % der Kreditsumme. Inklusive aller möglicher Boni kann man sogar bis zu 55 Prozent der Kreditsumme als Tilgungszuschuss bekommen. Das entspricht bis zu 33.000 Euro. Außerdem fördert die KfW mit dem Programm KfW 433 die Installation einer Brennstoffzelle mit bis zu 34.300 Euro. Das sogenannte Heizungspaket gibt es bereits seit Anfang 2020 nicht mehr.

    Die Förderung der BEG EM für eine Heizung, die teilweise oder vollständig auf Basis erneuerbarer Energien arbeitet, kann man seit dem 01.07.2021 also entweder als Kredit KfW 262 inklusive Tilgungszuschuss von der KfW oder als einmaligen Zuschuss vom BAFA erhalten. Dabei ersetzt das Programm KfW 262 die Kredite KfW 152 und KfW 167. Eine Kombination aus KfW-Förderung und BAFA-Förderung für ein und dieselbe Heizung (z. B. BAFA BEG EM und Ergänzungskredit KfW 167) ist somit nicht mehr möglich. Ansonsten kann man den Einbau einer neuen Heizung (keine Ölheizung / keine Elektroheizung / keine Kohleheizung) nur im Rahmen einer Effizienzhaus-Sanierung anteilig an den Gesamtkosten der Sanierung von der KfW fördern lassen. Zur Verfügung stehen hier die Programme KfW 261 (Kredit) oder KfW 461 (Zuschuss).

    Dämmung fördern lassen

    Die KfW-Förderung (Kredit für Einzelmaßnahmen) gilt aktuell vor allem für die verschiedenen Gewerke der Gebäudehülle. So fördert die KfW Dämmungen aller Art, von der Kellerdämmung über Geschossdeckendämmungen und Fassadendämmungen bis hin zur Dachdämmung. Dabei sind auch die Nebenkosten notwendiger Zusatzarbeiten wie die Neueindeckung eines Daches, Reparaturen am Dachstuhl sowie Putz- und Malerarbeiten förderfähig.

    Neben Dämmungen fördert die KfW auch die Installation von besonders gut isolierenden Fenstern - meist handelt es sich dabei um dreifachverglaste Fenster. Es gibt aber auch einige wenige zweifachverglaste Fenster, die die Voraussetzungen erfüllen. Außerdem fördert die KfW neue Türen mit sehr guter Isolierung und die Anschaffung von zentralen Lüftungsanlagen.


    Förderung bei der KfW beantragen

    Die KfW verteilt Förderung nicht einfach so an jeden Eigenheimbesitzer - sie ist zweckgebunden und das Ziel heißt Steigerung der Energieeffizienz von Wohngebäuden. Um die Förderung der KfW zu erhalten, müssen Sie dementsprechend zahlreiche, für Laien teils schwer zu verstehende, Fördervoraussetzungen erfüllen. Welche das sind, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln.

    Voraussetzungen und erste Schritte

    Um aktuell eine Förderung für die Sanierung eines Altbaus zu erhalten, muss das Gebäude vor dem 01.02.2002 errichtet worden sein. Zudem muss in die Sanierung zwingend ein zertifizierter Energieberater (Energie-Effizienz-Experte) eingebunden werden.

    Er muss den energetischen Status Quo der Immobilie feststellen, anhand dessen die passenden Sanierungsmaßnahmen auswählen und dies im Antrag dokumentieren. In den meisten Fällen muss er nach Abschluss der Sanierung die korrekte Durchführung und Qualität der Arbeiten bestätigen. Ohne eine sogenannte Bestätigung nach Durchführung wird beispielsweise der Tilgungszuschuss der KfW-Kredite nicht ausgezahlt.

    Darüber hinaus weiß der Energie-Effizienz-Experte genau, welche Kombinationen beim individuellen Vorhaben möglich sind und kann ggf. noch Bonus-Förderungen für Sie organisieren. Hat der Energieberater beispielsweise vor Beginn der Sanierung einen individuellen Sanierungsfahrplan iSFP erstellt, bekommen Sie auf den Zuschuss oder den Tilgungszuschuss nochmal 5 Prozentpunkte mehr Förderung. Weitere 10 Prozent Förderung können Sie für mit der Öl-Austauschprämie (für den Ersatz einer alten Ölheizung durch eine Heizung die zumindest teilweise auf Basis erneuerbarer Energien arbeitet) und nochmal 5 mit dem Innovationsbonus für emissionsarme Holzheizungen erhalten (nur in der BEG EM).

    Im Anschluss kann der Experte die Förderung auf Wunsch direkt für Sie beantragen (KfW-Zuschüsse) bzw. dem Finanzierungspartner, also meist der Hausbank, alle benötigten Dokumente zur Verfügung stellen. Den Antrag auf die Förderung für die KfW-Kredite stellt immer der Finanzierungspartner. Wichtig ist, dass - unabhängig davon, welche KfW-Förderung gewählt wird - der Antrag immer vor Baubeginn bei der KfW eingeht. Eine nachträgliche Förderung ist nicht möglich.

    Energie-Effizienz-Experte, Förderung und Sanierung von RENEWA

    Wir von RENEWA blicken auf einen jahrelangen Erfahrungsschatz bei der Planung und Durchführung von energetischen Sanierungen zurück. Dabei bieten wir einen umfassenden Service für Hausbesitzer die ihr Eigenheim sanieren wollen. So verfügen wir über zertifizierte Energie-Effizienz-Experten, die Sie unabhängig beraten und die Sanierung Gewerke übergreifend planen. Außerdem führen sie eine Fördermittelberatung durch und stellen ggf. den Antrag auf Förderung.

    So entgeht Ihnen keine Förderung und Sie erhalten die maximale Fördersumme. Darüber hinaus verteilen unsere Energieberater die durchzuführenden Arbeiten je nach Gewerk an kompetente Fachbetriebe, überwachen deren Arbeiten und führen abschließend eine Qualitätskontrolle durch. Bei RENEWA erhalten Sie also Energieberatung, Sanierung, Fördermittelberatung / Fördermittelbeantragung (sofern möglich) und jahrelange Erfahrung aus einer Hand. Innerhalb der KfW-Programme 461 und 261/262 kann auch eine Förderung für die Baubegleitung in Anspruch genommen werden, sodass die Leistung des Energieberaters praktisch mit gefördert werden kann.


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    Technische Vorgaben im Überblick

    Um die CO2-Emissionen deutlich zu senken, vergibt die KfW Förderung nur dann, wenn sich der energetische Status Quo der Immobilie durch die geförderte Maßnahme verbessert. Zu diesem Zweck macht die KfW für jedes Gewerk strenge technische Vorgaben, die erfüllt werden müssen, um eine Förderung zu erhalten.

    So darf z. B. die Dämmung einer Außenwand im Rahmen einer Einzelmaßnahme einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von 0,20 Watt pro Quadratmeter und Grad Kelvin (W/(m²*K)) nicht überschreiten. Für Effizienzhäuser sind die Grenzwerte - je nach Effizienzhaus-Standard - noch strenger. Da die technischen Fördervoraussetzungen so umfangreich und vielfältig sind, können wir sie an dieser Stelle nicht alle auflisten. Für alle Details wenden Sie sich einfach direkt an die KfW oder sehen Sie auf der Internetseite des Förderinstituts nach.


    Weitere Themen rund um die KfW

    Bild: Holzholbel
    Eigenleistung wird von der KfW nicht gefördert

    In den folgenden Kapiteln können Sie weitere Informationen zu den Förderprodukten der KfW finden. Schließlich gibt es neben den rein technischen Fördervoraussetzungen auch noch zahlreiche andere Themen und Fragen, die im Zusammenhang mit Förderprodukten der KfW aufkommen können. Wir wollen versuchen, die häufigsten Themen für Sie aufzugreifen und Fragen dazu für Sie zu beantworten.

    Eigenleistung fördern lassen

    Viele Sanierer und Bauherren versuchen, fehlendes Kapital mit Eigenleistungen wettzumachen oder vorhandenes Kapital zu schonen. Solche Arbeiten sind bei der KfW jedoch nicht förderfähig; lediglich die Materialkosten können erstattet werden, wenn der Energie-Effizienz-Experte die sach- und fachgerechte Durchführung der Arbeiten bestätigt. Außerdem muss in der Rechnung für das gelieferte Material die zu sanierende Immobilie als Lieferadresse genannt sein.

    Nachträgliche Förderung

    Eine der wichtigsten Auflagen, die es bei Beantragung einer Förderung der KfW zu beachten gilt, ist die rechtzeitige Antragstellung. So muss der Antrag immer VOR Beginn der Bauarbeiten gestellt werden. Dabei gilt der Start der Bauarbeiten vor Ort als Baubeginn. Eine nachträgliche Beantragung ist nicht möglich. Das gilt auch dann, wenn Sie sonst alle Auflagen und technischen Anforderungen erfüllen. In einem solchen Fall erhalten Sie keine Förderung.

    Wie lange dauert die Auszahlung?

    Nachdem Sie den Antrag auf Förderung rechtzeitig online im KfW-Zuschussportal gestellt haben oder haben lassen (z. B. von einem Energie-Effizienz-Experten), wird der Antrag bei der KfW bearbeitet. Die Bearbeitung braucht üblicherweise einige Tage, bevor Sie die Zusage erhalten.

    Danach können Sie mit der Durchführung der Maßnahmen beginnen. Nach deren Abschluss reicht der Energie-Effizienz-Experte die „Benachrichtigung nach Durchführung (BnD)” ein. Diese wird nochmals geprüft und die Auszahlung danach angewiesen. Sie erfolgt dann im darauffolgenden Monat am Monatsende.

    Das Effizienzhaus der KfW

    Das Effizienzhaus der KfW ist ein energetisch optimiertes Gebäude mit niedrigen Emissionen. Dazu hat die KfW Standards festgelegt, die den Grad der energetischen Optimierung beschreiben. Wenn Sie Ihr Haus nach Effizienzhaus-Standard sanieren oder neu bauen, erhalten Sie dafür eine erhöhte Förderung (gegenüber Einzelmaßnahmen zur energetischen Optimierung). In der Regel ist zum Erreichen des Effizienzhaus-Standards eine Komplettsanierung nötig.

    Dabei gilt: Je besser der Effizienzhaus-Standard, desto höher fällt die Förderung aus. Um den jeweiligen Effizienzhaus-Standard zu beschreiben, hat die KfW Kennzahlen vergeben. Dazu dient ein nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) - vormals Energieeinsparverordnung (EnEV) - genormtes Haus als Referenzwert: das Effizienzhaus 100. Dabei steht die Kennzahl 100 für 100 Prozent. Die Kennzahlen aller anderen Effizienzhaus-Standards beziehen sich auf diesen Referenzwert.

    Zwei Beispiele: Mit Bezug auf das Effizienzhaus 100 braucht das Effizienzhaus 115 nach dieser Berechnung 15 Prozent mehr Energie als das Referenzhaus. Dementsprechend ist der Effizienzhaus-Standard schlechter als beim Referenzhaus und die Förderung fällt niedriger aus als bei diesem. Das Effizienzhaus 40 dagegen verbraucht nur 40 Prozent der Energie des Referenzhauses. Hier ist der Standard besser als beim Effizienzhaus 100 und deshalb gibt es auch mehr Förderung, wie Sie in der untenstehenden Tabelle sehen können.

    Förderung fürZuschuss (KfW 461)Kredit (KfW 261)
    Sanierung zum Effizienzhaus 4045 % von max. 120.000 € (bis zu 54.000 €)Kredit bis 120.000 €, Tilgungszuschuss 45 % (max. 54.000 €)
    Sanierung zum Effizienzhaus 40 (EE-Klasse*)50 % von max. 150.000 € (bis zu 75.000 €)Kredit bis 150.000 €, Tilgungszuschuss 50 % (max. 75.000 €)
    Sanierung zum Effizienzhaus 5540 % von max. 120.000 € (bis zu 48.000 €)Kredit bis 120.000 €, Tilgungszuschuss 40 % (max. 48.000 €)
    Sanierung zum Effizienzhaus 55 (EE-Klasse*)45 % von max. 150.000 € (bis zu 67.500 €)Kredit bis 150.000 €, Tilgungszuschuss 45 % (max. 67.500 €)
    Sanierung zum Effizienzhaus 7035 % von max. 120.000 € (bis zu 42.000 €)Kredit bis 120.000 €, Tilgungszuschuss 35 % (max. 42.000 €)
    Sanierung zum Effizienzhaus 70 (EE-Klasse*)40 % von max. 150.000 € (bis zu 60.000 €)Kredit bis 150.000 €, Tilgungszuschuss 40 % (max. 60.000 €)
    Sanierung zum Effizienzhaus 8530 % von max. 120.000 € (bis zu 36.000 €)Kredit bis 120.000 €, Tilgungszuschuss 30 % (max. 36.000 €)
    Sanierung zum Effizienzhaus 85 (EE-Klasse*)35 % von max. 150.000 € (bis zu 52.500 €)Kredit bis 150.000 €, Tilgungszuschuss 35 % (max. 52.500 €)
    Sanierung zum Effizienzhaus 10027,5 % von max. 120.000 € (bis zu 33.000 €)Kredit bis 120.000 €, Tilgungszuschuss 27,5 % (max. 33.000 €)
    Sanierung zum Effizienzhaus 100 (EE-Klasse*)32,5 % von max. 150.000 € (bis zu 48.750 €)Kredit bis 150.000 €, Tilgungszuschuss 32,5 % (max. 48.750 €)
    Sanierung zum Effizienzhaus Denkmal25 % von max. 120.000 € (bis zu 30.000 €)Kredit bis 120.000 €, Tilgungszuschuss 25 % (max. 30.000 €)
    Sanierung zum Effizienzhaus Denkmal (EE-Klasse*)30 % von max. 150.000 € (bis zu 45.000 €)Kredit bis 150.000 €, Tilgungszuschuss 30 % (max. 45.000 €)

    *) Erneuerbare-Energien-Klasse
    Die Tabelle bezieht sich ausschließlich auf Komplettsanierungen zum Effizienzhaus. Für Kauf oder Neubau eines Effizienzhauses gelten andere Fördersätze.

    Über das KfW-Zuschussportal

    Ihren Antrag können Sie aktuell im KfW-Zuschussportal (z. B. für den Zuschuss KfW 461) online einreichen. Dazu müssen Sie sich im Zuschussportal zunächst registrieren. Anschließend können Sie den Antrag stellen oder von einem bevollmächtigten Energieberater stellen lassen. In Ihrem Benutzerkonto sind auch die Bearbeitungsstände der KfW einsehbar, wie etwa die Zusage oder die Höhe der Förderung.

    Für die Auszahlung der Förderung müssen Sie sich zunächst im Zuschussportal identifizieren (hier stehen verschiedene Verfahren zur Auswahl) und nach Durchführung der Maßnahme die BnD (Bestätigung nach Durchführung) hochladen. Die BnD wird abschließend von der KfW geprüft - den Bearbeitungsstand der Prüfung bis hin zur Anweisung der Auszahlung können Sie ebenfalls im Zuschussportal einsehen. Sollten Sie einen Kredit bevorzugen, müssen sie diesen über ein Kreditinstitut Ihrer Wahl beantragen.

    Kontakt mit der KfW aufnehmen

    Wenn Sie Kontakt mit der KfW aufnehmen möchten, können Sie auf unterschiedliche Weise vorgehen: Telefonisch stehen Ihnen verschiedene Hotlines zur Verfügung. Diese sind teilweise kostenlos, teils zum Festnetztarif erreichbar. Je nachdem, welche Hotline Sie gewählt haben, können Sie hier, nachdem Sie sich identifiziert haben, auch konkrete Bearbeitungsstände Ihres Förderantrages erfragen.

    Sie können diese Informationen aber auch online im Zuschussportal der KfW finden - was wir empfehlen würden, da Sie so alles schriftlich haben und keine Neuigkeiten zu Ihrem Bearbeitungsstand verpassen. Außerdem gibt es bei der KfW noch eine E-Mail-Adresse, die Sie für allgemeine Anfragen nutzen können. Wenn Ihnen das alles zu viel Aufwand ist, können Sie aber auch den Service von RENEWA nutzen und wir kümmern uns um Ihre Förderung von der Planung über die Beantragung bis zur Auszahlung.

    Sondertilgung

    Sollten Sie statt eines Zuschusses einen Kredit als Förderung gewählt haben, müssen Sie bis zum Ende der Laufzeit des Kredites - wie bei allen anderen Krediten ebenfalls üblich - neben der Rückzahlung der Kreditsumme auch einen günstigen Zins an die KfW entrichten. Zahlen Sie den gesamten Kreditbetrag vor Beendigung der Kreditlaufzeit zurück (Sondertilgung), berechnet die KfW eine Vorfälligkeitsentschädigung. Eine kostenfreie Sondertilgung ist also nicht möglich.


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