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BAFA-Förderung für Heizungen 2021

Von Jens Piasecki
Bild: Förderung vom BAFA
Das BAFA unterstützt Sie finanziell

Die bisherige Förderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für Heizungen - das Marktanreizprogramm (MAP) - ist zum 01.01.2021 mit der Zuschuss-Förderung für Einzelmaßnahmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in der neu eingeführten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für die Sanierung von Altbauten mit Einzelmaßnahmen (BEG EM) zusammengefasst worden. Im Zuge dessen wurde die Förderung neu strukturiert, vereinfacht und teilweise deutlich erhöht.

Dadurch hat sich die Zuständigkeit des BAFA über die Förderung von Heizungen hinaus erweitert. Wofür Sie eine BAFA-Förderung im Einzelnen erhalten, wie hoch die Förderung ist und was Sie bei der Beantragung beachten sollten, können Sie im folgenden Artikel erfahren.


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    Aufgaben des BAFA

    Das BAFA untersteht dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Das BMWi hat auch die Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und die Zusammenfassung der Zuschuss-Förderung für energetische Gebäudesanierungen mit Einzelmaßnahmen in der BEG EM beschlossen. Ziel ist es, Anreize für energetische Sanierungen für Eigenheimbesitzer zu schaffen und so die CO2-Emissionen im Gebäudebereich deutlich zu senken.

    Dabei hat das BAFA neben der bisherigen Förderung von Heizungen und Heizungsoptimierungen auch die Zuständigkeit für die Zuschuss-Förderung von Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung aus dem Programm KfW 430 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) übernommen. Außerdem wurde die Förderung für Energieberatung des BAFA (durch einen zertifizierten Energie-Effizienz-Experten) überarbeitet und erhöht. Gefördert werden nur Einzelmaßnahmen und ausschließlich mit Zuschüssen und im Rahmen von energetischen Sanierungen. Die Förderung von Einzelmaßnahmen im Neubau ist dagegen am 31.12.2020 eingestellt worden.

    Förderung für erneuerbare Energien und energetische Sanierungen

    BAFA-Förderung gibt es für Heizungen, die teilweise oder ganz auf Basis erneuerbarer Energien arbeiten. Gefördert wird außerdem die Optimierung bestehender Heizungsanlagen, Anlagentechnik (Klima und Lüftungsanlagen), die energetische Sanierung der Gebäudehülle (Dämmung, Fenster, Türen) sowie die Fachplanung und Baubegleitung von energetischen Sanierungen nach BEG. Gefördert werden auch Umfeldmaßnahmen, die in direktem Zusammenhang mit der Sanierung stehen (z. B. Maurer- und Malerarbeiten nach Mauerdurchbrüchen, oder die Installation einer Fußbodenheizung).


    BAFA-Förderung - Das Wichtigste in Kürze

    • Durch die Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) hat sich die Zuständigkeit des BAFA erweitert. Gefördert wird ausschließlich mit Zuschüssen und im Rahmen von energetischen Sanierungen.
    • Gefördert werden Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien, Heizungsoptimierung, Anlagentechnik, die energetische Sanierung der Gebäudehülle sowie Fachplanung und Baubegleitung.
    • Die Höhe der Förderung liegt für Heizungen bei mindestens 20 bis 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Für Fachplanung und Baubegleitung erhalten Sie 50 Prozent der förderfähigen Kosten (max. 2.500 Euro).
    • Die Förderung für Anlagentechnik, Dämmungen der Gebäudehülle und Heizungsoptimierung liegt bei mindestens 20 Prozent der förderfähigen Kosten.
    • Die Förderung für Heizungen, Anlagentechnik, Heizungsoptimierung sowie energetische Sanierungen der Gebäudehülle kann durch diverse alte und neue Boni deutlich steigen.
    • Die Förderung muss fristgerecht und ggf. unter Mitwirkung eines Energie-Effizienz-Experten (zertifizerter Energieberater) beantragt und die Fördervoraussetzungen müssen erfüllt werden. Andernfalls erhalten Sie keine Förderung.

    BAFA-Förderung direkt von RENEWA

    Wenn Sie den Beratungsservice von RENEWA nutzen, können Sie von unserem jahrelangen Erfahrungsschatz im Bereich der energetischen Sanierung von Wohngebäuden profitieren. Dabei übernimmt ein Energie-Effizienz-Experte (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste) im Rahmen des RENEWA Service unter anderem auch die fristgerechte Beantragung Ihrer Förderung inklusive aller Formalitäten.

    So erhalten Sie die in Ihrem Fall mögliche BAFA-Förderung. Außerdem kennen unsere zertifizierten Energieberater sich mit möglichen Kombinationen mit Förderungen anderer Anbieter aus: So können Sie zusätzlich zur BAFA-Förderung weitere Fördergelder erhalten und brauchen sich um nichts weiter zu kümmern. Wenn Sie Fragen hierzu haben, nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Unsere zertifizierten Energieberater helfen Ihnen gerne und beantworten Ihre Fragen.


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    Alle Zuschüsse des BAFA im Überblick

    Bild: Förderung für Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien
    BAFA-Förderung für umweltfreundliche Heizungen

    Das BAFA bietet im Rahmen der BEG EM Sanierungs-Zuschüsse für Heizungen. Deren Förderhöhe ist nach Bauart gestaffelt. Für eine Gas-Brennwertheizung „Renewable Ready” erhalten Sie eine Förderung von 20 Prozent der förderfähigen Investitionskosten.

    Dabei handelt es sich um eine Gasheizung, die zum späteren Ausbau zur Hybridheizung mit einer Komponente auf Basis erneuerbarer Energien vorbereitet wird. Wenn Sie Ihre Gas-Brennwertheizung sofort zur Hybridheizung mit Anteil an erneuerbaren Energien ausbauen, können Sie sogar 30 Prozent der Kosten erstattet bekommen.

    Für die Installation einer Heizung die allein auf Basis erneuerbarer Energien arbeitet erhalten Sie sogar 35 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss vom BAFA. Die Installation einer Solarthermie-Anlage wird mit 30 Prozent der Investitionskosten bezuschusst. Zudem können notwendige, mit der Installation der Heizung zusammenhängende, Nebenarbeiten mit gefördert werden. Ein Beispiel: In einem gut gedämmten Bestandsbau wird eine Sole-Wasser-Wärmepumpe für insgesamt 25.000 Euro inklusive Erschließung der Wärmequelle (Bohrung) installiert.

    Zudem wird eine Fußbodenheizung nachträglich gefräst. Sie kostet ca. 8.500 Euro inklusive Montage und Material. Die Gesamtkosten belaufen sich also auf 33.500 Euro inklusive Installation. Bei einer Förderung von 35 Prozent der Investitionskosten (inklusive BAFA-Förderung für Wärmepumpen) erhält man demnach rund 11.700 Euro vom BAFA. Man zahlt also insgesamt nur 21.800 statt 33.500 Euro für die Wärmepumpe samt Fußbodenheizung. So spart man mehr als ein Drittel der Kosten.

    Öl-Austauschprämie

    Eine besonders hohe Förderung erhalten Sie im Rahmen der BEG EM des BAFA mit der sogenannten „Öl-Austauschprämie”. Wenn Sie Ihre alte Ölheizung gegen eine Hybridheizung, die teilweise auf Basis erneuerbarer Energien arbeitet, austauschen, erhalten Sie einen Bonus von 10 Prozent.

    So bekommen Sie statt der üblichen 30 Prozent Förderung 40 Prozent der Investitionskosten erstattet. Installieren Sie statt der Ölheizung eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien, erhalten Sie sogar 45 statt 35 Prozent als Förderung.

    Ein Beispiel: In einem Altbau wird die alte Ölheizung gegen eine Pelletheizung ausgetauscht. Die Pelletheizung kostet inklusive der Einrichtung des Lagers und aller notwendiger Bauteile rund 20.000 Euro. Bei einer Förderung von 45 Prozent bedeutet das, dass der Bauherr rund 9.000 Euro vom BAFA erstattet bekommt. Er zahlt also 11.000 statt 20.000 Euro für seine Pelletheizung.

    iSFP-Bonus und Innovationsbonus

    Neu in der BAFA-Förderung nach BEG EM ist die Einführung zusätzlicher Boni. Ein Beispiel: Wenn die Installation einer förderfähigen Heizung vorher von einem dafür zertifizierten Energieberater in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) empfohlen wurde, erhält man mit dem iSFP-Bonus zusätzlich 5 Prozent der förderfähigen Kosten. Handelt es sich bei der Heizung um eine Holzheizung mit sehr niedrigen Feinstaubemissionen, kann man mit dem Innovationsbonus weitere 5 Prozent Förderung erhalten.

    Insgesamt kann man so mit einer Holzheizung so bis zu 55 Prozent der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 Euro - also maximal 33.000 Euro - als Förderung erhalten. Allerdings ist die Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste) für den Erhalt des iSFP-Bonus Vorbedingung. Die Einbindung eines zertifizierten Energieberaters ist also im Falle einer Heizungssanierung bzw. Heizungsoptimierung - obwohl sie nicht verpflichtend ist - empfehlenswert, zumal der Service des Energie-Effizienz-Experten durch die BEG EM für Fachplanung und Baubegleitung auch gefördert wird.

    Der iSFP-Bonus gilt allerdings auch für alle anderen im iSFP empfohlenen Maßnahmen an der Gebäudehülle oder der Gebäudetechnik. So kann man beispielsweise für eine Fassadendämmung oder die Installation einer Lüftungsanlage nicht nur 20 Prozent sondern 25 Prozent der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 Euro erhalten. Das entspricht einer maximalen Förderung von 15.000 Euro - insgesamt also 5.000 Euro mehr als bei der KfW. Hier ist die Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste) allerdings ohnehin verpflichtend um überhaupt Förderung zu erhalten.

    Mini-KWK-Zuschuss

    Der Mini-KWK-Zuschuss ist am 31.12.2020 eingestellt worden. Eine direkte Förderung von KWK-Anlagen existiert somit nicht mehr. Lediglich für Brennstoffzellen (kein Öl) gibt es mit dem Programm KfW 433 noch eine direkte Förderung für eine Unterart der KWK. Ansonsten kann man auf zahlreiche indirekte Förderungen von verschiedensten Anbietern zurückgreifen. Das BAFA bietet hier z. B. den KWK-Zuschlag - eine Vergütung für eingespeisten und selbst genutzten Strom. Wenn Sie hierzu Fragen haben, nehmen Sie Kontakt zu unseren Beratern auf. Sie beantworten Ihre Fragen und helfen Ihnen gerne.

    Heizungsoptimierung

    Das BAFA fördert nicht nur die Installation besonders umweltfreundlicher Heizungen, sondern es fördert auch die Optimierung bereits bestehender Anlagen. Konkret gefördert wird der Austausch alter Umwälz- und Warmwasser-Zirkulationspumpen gegen moderne, besonders effiziente Hochleistungspumpen.

    Außerdem wird die Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage gefördert. Dabei können Sie mindestens 20 Prozent der Investitionskosten von höchstens 60.000 Euro als Förderung erhalten. Das entspricht 12.000 Euro pro Wohneinheit. Mit iSFP-Bonus sind es sogar bis zu 15.000 Euro.

    Anlagentechnik (außer Heizung)

    Eine weitere Neuerung der BEG für Einzelmaßnahmen ist die Förderung von Anlagentechnik. Gemeint ist damit die Installation von Anlagen zur Belüftung und Kühlung von Wohngebäuden. Im Klartext: Es werden energieeffiziente Klima- und Lüftungsanlagen gefördert. Dabei liegt die Förderung bei mindestens 20 Prozent der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 Euro pro Wohneinheit - 25 Prozent sind es mit iSFP-Bonus. Voraussetzung für die Förderung ist jedoch die Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste).

    Energetische Sanierung der Gebäudehülle

    Die energetische Sanierung der Gebäudehülle war bis Anfang 2021 eine alleinige Domäne der KfW. Durch die Einführung der BEG ist die Zuschuss-Förderung des Programms KfW 430 für Einzelmaßnahmen jedoch in die Zuständigkeit des BAFA übergegangen.

    Gefördert werden Dämmungen, Fenster und Türen, die den energetischen Status Quo des Gebäudes gemäß Vorgaben der BEG EM bzw. des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) verbessern. Dafür erhalten Sie eine Förderung von mindestens 20 Prozent der förderfähigen Kosten, also bis zu 12.000 Euro. 25 Prozent - bzw. 15.000 Euro sind es, wenn Sie den iSFP-Bonus erhalten. Die Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste) ist für den Erhalt von Förderung für Sanierungen der Gebäudehülle Pflicht.

    Fachplanung und Baubegleitung

    Die Förderung für Fachplanung und Baubegleitung, ist mit Einführung der BEG EM ebenfalls deutlich gestiegen. Gefördert wird die Energieberatung für BAFA Förderungen. Dabei werden 50 Prozent der förderfähige Investitionskoten von höchstens 5.000 Euro gefördert. Man kann also bis zu 2.500 Euro Förderung für die Energieberatung erhalten. Voraussetzung ist logischerweise die Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste).

    ProgrammHeizungGebäudeartFörderung
    BEG EM; BAFA-ZuschussGas-Brennwertheizung „Renewable Ready"BestandsbauZuschuss von 20 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal 12.000 €
    Hybridheizung Gas-Brennwert + Heizung auf Basis erneuerbarer EnergienZuschuss von 30 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal 18.000 €
    Solarthermie-AnlageZuschuss von 30 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal 18.000 €
    HolzheizungZuschuss von 35 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal 21.000 €
    WärmepumpeZuschuss von 35 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal 21.000 €
    Hybridheizung auf Basis erneuerbarer EnergienZuschuss von 35 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal 21.000 €
    BEG EM; BAFA-Zuschuss Öl-Austauschprämie (+ 10 %)Hybridheizung Gas-Brennwert + Heizung auf Basis erneuerbarer EnergienZuschuss von 40 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal 24.000 €
    HolzheizungZuschuss von 45 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal 27.000 €
    WärmepumpeZuschuss von 45 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal 27.000 €
    Hybridheizung auf Basis erneuerbarer EnergienZuschuss von 45 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal 27.000 €
    BEG EM; BAFA-Zuschuss Innovationsbonus (+ 5 %)*Holzheizung mit niedriger Feinstaub EmissionZuschuss von 50 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal 30.000 €
    BEG EM; BAFA-Zuschuss HeizungsoptimierungAustausch Umwälzpumpe gegen Hochleistungspumpe sowie hydraulischer AbgleichZuschuss von mindestens 20 % der förderfähigen Investitionskosten, bis zu 12.000 €
    BEG EM; BAFA-Zuschuss AnlagentechnikInstallation z. B. von Klima- oder LüftungsanlagenZuschuss von mindestens 20 % der förderfähigen Investitionskosten, bis zu 12.000 €
    BEG EM; BAFA-Zuschuss Sanierung der GebäudehülleDämmung von Dach, Fassade, Keller, energiesparende Fenster und AußentürenZuschuss von mindestens 20 % der förderfähigen Investitionskosten, bis zu 12.000 €
    BEG EM; BAFA-Zuschuss iSFP-Bonus** (+ 5 %)Alle förderfähigen Maßnahmen nach BEG EM mit Ausnahme der Fachplanung und BaubegleitungZuschuss von insgesamt 25 - 55 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal 15.000 - 33.000 €
    BEG EM; BAFA-Zuschuss Fachplanung und BaubegleitungEnergieberatung durch einen Energie-Effizienz-Experten (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste)Zuschuss von 50 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal 2.500 €
    Mini-KWK-ZuschussBHKW / Brennstoffzelle (kein Öl!)Wurde zum 01.01.2021 ersatzlos eingestellt, keine direkte Förderung von BHKW durch das BAFA mehr

    * Feinstaub Obergrenze für Innovationsbonus: 2,5 mg / m³;** iSFP-Bonus erhält man, wenn die zu fördernde Maßnahme zuvor in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) empfohlen wurde


    Die wichtigsten Neuerungen seit 2021

    Bild: BAFA-Förderung 2021 - BEG
    Die BAFA-Förderung wurde 2021 erneut novelliert

    Zu Beginn 2021 ist das Programm „Heizen mit Erneuerbaren Energien” des BAFA im Zuge des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung erneut grundlegend überarbeitet worden und in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für Einzelmaßnahmen (BEG EM) aufgegangen. Dabei wurden drei wesentliche Änderungen vorgenommen.

    So wurde die Struktur nochmals vereinfacht. Die BAFA-Zuschüsse für die Heizungs-Förderung, Heizungsoptimierung sowie Fachplanung und Baubegleitung (Energieberatung) einerseits und die KfW-Zuschüsse für Anlagentechnik und energetische Sanierung der Gebäudehülle andererseits (ehemals Programm KfW 430 für Einzelmaßnahmen) wurden in der BEG EM zusammengefasst. Somit ist die Zuständigkeit des BAFA deutlich ausgeweitet worden und betrifft die Zuschuss-Förderung für alle Einzelmaßnahmen der energetischen Sanierung.

    Eine weitere Änderung betrifft die Förderhöhe. Sie ist durch die Einführung von zusätzlichen Boni sowie durch die Erhöhung des Rahmens der maximal förderfähigen Kosten deutlich gestiegen. Dadurch ist die Zuschuss-Förderung des BAFA nach BEG EM höher, als die aktuelle Kredit-Förderung der KfW, die mit dem Programm KfW 152 für die energetische Sanierung der Gebäudehülle und für Anlagentechnik und Energieberatung zur Verfügung steht. Die Förderung von Heizungen als Einzelmaßnahme im Neubau ist dagegen zum Jahresbeginn 2021 ersatzlos eingestellt worden.

    Ausblick in die Zukunft

    Ab 01.07.2021 wird die aktuelle KfW-Förderung für Sanierungen mit Einzelmaßnahmen ebenfalls in der BEG EM zusammengefasst. Die KfW ist dann für die Kreditvergabe zuständig, während das BAFA ausschließlich mit Zuschüssen fördert. D. h., dass es dann keine ergänzende Kreditförderung mehr für die Zuschuss-Version der BEG EM gibt.

    Ebenfalls ab 01.07.2021 wird die bisherige KfW-Förderung für Sanierungen und Neubauten nach Effizienzhaus-Standard in der BEG WG für Wohngebäude zusammengefasst. Auch hier gibt es eine Auswahl zwischen Zuschuss oder Kredit mit Tilgungszuschuss. Die Förderung wird zunächst alleine von der KfW angeboten. Ab 2023 übernimmt das BAFA dann die Zuschuss-Förderung.

    Das gilt auch für die BEG NWG für Nichtwohngebäude. Auch hier gibt es die Auswahl zwischen Kredit mit Tilgungszuschuss und Zuschuss und auch hier übernimmt das BAFA ab 2023 die Zuschuss-Förderung. Im Ergebnis wird es die Bundesförderung für effiziente Gebäude als Förderung für Einzelmaßnahmen sowie als Effizienzhaus-Förderung (Sanierung und Neubau) von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden geben und alle werden ab 2023 entweder als Zuschuss vom BAFA oder als Kredit mit Zuschuss von der KfW angeboten.


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    BAFA-Zuschüsse korrekt beantragen

    Bild: BAFA Förderung wird beantragt
    Die korrekte Beantragung ist wichtig

    Durch die Einführung der BEG hat sich auch die Beantragung geändert - sie ist vereinfacht worden. So ist es möglich, verschiedene Anträge in einem Formular zu stellen.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste) in die Sanierung. Für Maßnahmen an der Gebäudehülle und die Installation von Anlagentechnik sowie die Förderung von Fachplanung und Baubegleitung ist er zwingend vorgeschrieben.

    Für die Installation einer Heizung bzw. die Heizungsoptimierung reicht auch eine Fachunternehmererklärung aus. Man sollte dabei aber auch bedenken, dass ein dafür vom BAFA zertifizierter Energieberater benötigt wird, um einen individuellen Sanierungsfahrplan zu erstellen. Um den iSFP-Bonus zu erhalten, wird außerdem ein Energie-Effizenz-Experte (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste) benötigt,  der die korrekte Umsetzung des iSFP bestätigt. Zudem überwacht er die Arbeiten und übernimmt eine abschließende Qualitätskontrolle. Da seine Leistung mit 50 Prozent der Kosten, maximal also 2.500 Euro gefördert wird, lohnt sich sein Einsatz fast immer.

    Der Förderantrag muss stets VOR Baubeginn online auf der Website des BAFA gestellt werden um eine Förderung des BAFA nach BEG zu erhalten. Dabei gilt die vertragliche Auftragsvergabe bereits als Baubeginn. Fachplanung ist jedoch erlaubt. Stellt man den Antrag erst danach, erlischt der Förderanspruch unwiederbringlich und Sie erhalten keine Förderung. Neben dem Antrag muss auch ein Kostenvoranschlag auf der Website des BAFA hochgeladen werden. Der Kostenvoranschlag gilt als Bemessungsgrundlage für die Förderung und kann später nicht nach oben korrigiert werden.

    Nach der Antragsbewilligung durch das BAFA kann die Durchführung der Maßnahme bzw. die Installation der Heizung beginnen. Nach Abschluss der Arbeiten sind Verwendungsnachweis, Rechnungen und Fachunternehmererklärung beim BAFA online hochzuladen. Wenn Sie den Service von RENEWA nutzen, brauchen Sie sich um diese Formalitäten nicht zu kümmern. Unsere Berater nehmen Ihnen diese Arbeit ab und sorgen dafür, dass Sie möglichst viel Förderung vom BAFA erhalten.


    BAFA mit anderen Förderungen kombinieren

    Grundsätzlich sind die Förderprogramme des BAFA mit denen anderer Anbieter kombinierbar. Es gibt jedoch Ausnahmen: Die BAFA-Programme nach BEG EM sind nicht mit den Programmen KfW 430 und KfW 151/152 der Kreditanstalt für Wiederaufbau kumulierbar. Anders als bis zum 31.12.2020 ist die BAFA-Förderung auch nicht mehr mit dem Neubau-Förderprogramm KfW 153 kombinierbar. Auf Bundesebene kann die BAFA-Förderung nach BEG EM lediglich mit dem Programm KfW 167 kombiniert werden.

    Außerdem können die Förderungen des BAFA mit zahlreichen regionalen und kommunalen Förderprogrammen wie etwa der Sanierungsförderung Hamburg kombiniert werden. Wenn Sie hierzu Fragen haben, wenden Sie sich an unsere RENEWA Berater. Sie helfen Ihnen gerne und beantworten Ihre Fragen.


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