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Immobilien Wertsteigerung durch energetische Sanierung

Von Nina Grimmeiß
Sandro Wogawa, Sanierungsmanager, bei der Beratung im Büro
Um den Wert Ihrer Immobilie zu steigern, können Sie energetisch sanieren © freepik / freepik.com

Eine energetische Sanierung lohnt sich – nicht nur für Umwelt und Wohnkomfort, sondern auch finanziell. Wer sein Haus auf den neuesten energetischen Stand bringt, kann beim Verkauf deutlich mehr verlangen. Umgekehrt gilt: Wer nicht saniert, muss mit spürbaren Wertverlusten rechnen.

Sanierung ist heute keine Reaktion mehr auf staatliche Förderstrategien, sondern eine klare Reaktion auf den Markt. Kaufinteressenten achten stärker denn je auf die Effizienzklasse. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie energetische Sanierungsmaßnahmen den Wert Ihrer Immobilie beeinflussen, welche Investitionen sich wirklich lohnen – und warum sich die Einbindung eines Energieberaters auszahlt.



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    Studie belegt: Energieeffizienz ist ein klarer Preistreiber

    Eine aktuelle Analyse des Marktforschungsunternehmens Wüest Partner zeigt deutlich: Der Zusammenhang zwischen Energieeffizienzklasse und Immobilienwert ist nicht nur messbar – er ist linear. Mit jeder verschlechterten Effizienzklasse sinken die Verkaufspreise – ganz ohne Sondereffekte oder statistische Ausreißer.

    Die konkreten Zahlen

    • Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser: –107 €/m² je schlechterer Effizienzklasse
    • Mehrfamilienhäuser: –118 €/m²
    • Büroimmobilien: –115 €/m²
    • Kaltmiete Wohnen: –0,22 €/m², Büro: –0,30 €/m²

    Was diese Zahlen zeigen: Eine energetische Sanierung ist keine Kür – sie ist heute eine notwendige Bedingung für Werterhalt und Wertsteigerung. Ohne Sanierung verliert Ihre Immobilie real an Marktwert – unabhängig von Lage, Nutzung oder Ausstattung.

    Mehr dazu hören Sie auch in unserem aktuellen Podcast. Wir besprechen, wie diese Zahlen einzuordnen sind. Jetzt reinhören! 👇

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    Sanierungspflicht: das müssen Sie wissen

    Die Mindeststandards für die Energieeffizienz von Gebäuden sind in Deutschland im Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgelegt. Diese Mindeststandards regeln die Eigenschaften der Wärmedämmung von Gebäuden, die Effizienz von Heiz- und Lüftungssystemen und den Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen.

    Das Gebäudeenergiegesetz sieht für alle Ein- oder Zweifamilienhäuser eine Sanierungspflicht, also die Umsetzung der Mindeststandards, vor. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Wer vor dem 1. Februar 2002 das Haus selbst bewohnt hat, für den gilt die Sanierungspflicht nicht.

    Das heißt aber auch, bei einem Eigentümerwechsel ist der neue Eigentümer dazu verpflichtet, die Anforderungen an das GEG zu erfüllen. Häuser, die nicht den Mindestanforderungen des GEG entsprechen, müssen innerhalb von zwei Jahren nach Kauf von den neuen Eigentümern nachgerüstet werden.

    Das GEG schreibt im Rahmen der Sanierungspflicht folgende drei Maßnahmen vor:

    • Dämmung der obersten Geschossdecke/ des Daches (§ 47 GEG)
    • Dämmung von warm wasserführenden Rohren, nämlich von ungedämmten Heizungs- und Warmwasserrohren oder Armaturen in unbeheizten Räumen (§ 71 GEG)
    • Austausch der Öl- oder Gasheizung, wenn diese älter als 30 Jahre ist (ausgenommen Niedertemperatur- und Brennwertheizungen) (§ 72 GEG)

    Viel Wertsteigerungspotenzial

    Da der neue Eigentümer hier also noch selbst Hand anlegen müsste, sind Häuser, die nicht dem Mindeststandard des GEG entsprechen, beim Verkauf weniger wert. Hier gibt es also viel Potenzial für Wertsteigerungen. Energieeffiziente Immobilien sind auf dem Immobilienmarkt besonders gefragt und eine energetische Sanierung vor Verkauf macht in jedem Fall Sinn.


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    Welche Sanierugns-Maßnahmen sind am sinnvollsten?

    Wenn Sie sanieren, müssen Sie zuerst die gesetzlichen Mindestanforderungen an das GEG erfüllen. Die Rede ist von "Sowieso-Kosten", die sich auch gesetzlichen Auflagen ergeben.

    Das heißt:

    • Dämmung der obersten Geschossdecke/ des Daches
    • Dämmung von warmwasserführenden Rohren
    • Heizungstausch gegen eine klimafreundliche Heizung

    Darüber hinaus sind folgende Maßnahmen besonders wertsteigernd: 

    • Dacherneuerung
    • Fenstertausch
    • Wärmedämmung

    Diese Maßnahmen haben einen großen Einfluss auf die Energieeffizienz des Hauses und sind vergleichsweise einfach durchzuführen. Die Wertsteigerung einer Immobilie hängt aber nicht nur von den durchgeführten Sanierungsmaßnahmen ab, sondern auch von anderen Faktoren wie der Lage, der Größe und dem Zustand der Immobilie.

    Welche Maßnahme sich in Ihrem konkreten Fall am meisten lohnt, z. B. die Investition in eine neue Außendämmung oder eine nachhaltige Heizung, auch hinsichtlich Kosten und Ertrag, erfahren Sie in einem persönlichen Gespräch mit einem unserer Energieberater.


    Energieberater – ja oder nein?

    Eine Energieberaterin berät ein Ehepaar

    Ein Energieberater spielt eine entscheidende Rolle bei der Planung und Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen, insbesondere im Bereich der Energieeffizienz. Seine Aufgaben umfassen:

    • Durchführung von Energieanalysen und energetischen Berechnungen
    • Die Beratung zu geeigneten Sanierungsmaßnahmen
    • Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln

    Ein erfahrener Energieberater verfügt über das Fachwissen und die Erfahrung, um die spezifischen Anforderungen einer Immobilie zu analysieren. Er weiß, welche Effizienzmaßnahme für Ihr Gebäude am sinnvollsten ist und wo Einsparpotenziale liegen.

    Darüber hinaus kann er Ihnen helfen, Fördermittel zu beantragen und den gesamten Sanierungsprozess effizient und kosteneffektiv zu gestalten. Um Förderung zu erhalten, ist ein Energieberater teilweise sogar verpflichtend.


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    Förderungen energetischer Sanierungen

    RENEWA Berater, Lion Horlacher, berät Kunden zu KfW Förderung im Büro

    Für effiziente Sanierungsmaßnahmen gibt es vom Staat Förderung. Es gilt zu unterscheiden zwischen Förderungen für Einzelmaßnahmen und eine Komplettsanierung zum Effizienzhaus.

    Heizungstausch

    Einzelmaßnahmen werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Dabei fördert die KfW den Heizungstausch mit bis zu 70 Prozent der Investitionskosten von 30.000 Euro, sprich Sie erhalten einen Zuschuss von bis zu 21.000 Euro. Zusätzlich zum Zuschuss steht Ihnen seit 2024 ein Ergänzungskredit in Höhe von bis zu 120.000 Euro zur Verfügung.

    Gebäudehülle & Co.

    Das BAFA fördert alle übrigen Einzelmaßnahmen. Das umfasst u. a. die Sanierung der Gebäudehülle, Anlagentechnik sowie die Heizungsoptimierung. Sie erhalten bis zu 15 Prozent von 30.000 Euro. Werden die Maßnahmen in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) geplant, steigt die Förderung auf bis zu 20 Prozent von 60.000 Euro. Das ergibt einen Zuschuss von maximal 12.000 Euro. Um diese Förderung zu erhalten, ist die Einbindung eines Energieberaters Pflicht.

    Komplettsanierung zum Effizienzhaus

    Ebenfalls von der KfW gefördert wird eine Komplettsanierung zum Effizienzhaus (KfW 261). Je nach erreichter Effizienz können Sie einen Fördersatz von bis zu 35 Prozent auf einen Kredit in Höhe von maximal 150.000 Euro erhalten. Das heißt, bis zu 52.500 Euro müssen Sie nicht zurückzahlen. Auch hier ist ein Energieberater notwendig.

    Energieberatung

    Während beim Heizungstausch die Einbindung eines Energieberaters sinnvoll, aber nicht verpflichtend ist, brauchen Sie für die BAFA-Förderung und Komplettsanierungen einen Energieberater. Die Energieberatung können Sie ebenfalls fördern lassen. Für eine umfassende Beratung inklusive der Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans durch einen Energieeffizienz-Experten können Sie mit bis zu 50 Prozent der Beratungskosten bezuschussen lassen, maximal werden 650 Euro übernommen.


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    Fazit: Ohne Sanierung wird’s teuer – mit Sanierung wird’s besser.

    Der Energieausweis ist längst kein Pflichtanhang mehr, den man beim Verkauf eben mitliefert. Er ist zum aktiven Verkaufsargument geworden. Laut Wüest Partner-Studie hat die Bedeutung der Energieeffizienz beim Immobilienverkauf allein im letzten Jahr um über 30 Prozent zugenommen – Tendenz steigend.

    Wer energetisch saniert, verbessert nicht nur den Wohnkomfort und senkt den Energieverbrauch – er sichert sich auch aktiv gegen Wertverluste ab und steigert den Marktwert seiner Immobilie. Und das Beste: Viele Maßnahmen werden staatlich gefördert und steuerlich begünstigt.

    Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zu handeln – für Ihr Zuhause, Ihren Geldbeutel und Ihre Zukunft.


    Zur Autorin: Nina Grimmeiß

    RENEWA Autorin Nina Grimmeiß

    Nina Grimmeiß hat Kommunikationswissenschaft studiert und ist seit 2023 bei RENEWA. Sie bereitet komplexe Themen rund um Klimaschutz, erneuerbare Energien und energetische Sanierungen verständlich auf. 

    Durch den engen Austausch mit unseren Fachexperten liefert sie fundiertes Wissen, um Leserinnen und Leser für nachhaltige Energielösungen für den Gebäudesektor zu gewinnen. Hier gelangen Sie zu Ninas LinkedIn Profil.


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