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Energieberater-Leistungen von RENEWA - Lüftungskonzept

Immanuel Grätz
Bild: Ein Fenster bei der Lüftung
Unsere Energieberater von RENEWA erstellen für Sie ein Lüftungskonzept

Eine luftdichte Gebäudehülle ist eines der wichtigsten Elemente eines energieeffizienten Gebäudes. Laut Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und den gängigen DIN-Normen muss die Gebäudehülle so konstruiert sein, dass beim Lüften nicht zu viel Außenluft nach strömt. Ein unzureichender Luftaustausch kann zu Problemen mit der Luftfeuchtigkeit führen, was wiederum zu Schimmelbefall oder der Ansammlung von schadhaften Stoffen führen kann. 

Aus diesen Gründen sehen die angeführten Regelwerke einen Mindestluftwechsel vor. Im folgenden Artikel können Sie mehr über den Ablauf und die Funktionen eines Lüftungskonzeptes lesen und mehr über die Services der RENEWA GmbH zur Erstellung eines Lüftungskonzeptes erfahren.


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    DIN 1946-6

    Für alle Neubauten ist es verpflichtend, ein Lüftungskonzept nach der DIN 1946-6 zu erstellen. Diese Pflicht besteht nicht für Bestandsgebäude, allerdings muss ein Lüftungskonzept im Falle einer Sanierung oder einer Renovation erstellt werden, wenn mehr als ein Drittel der Fenster getauscht oder mehr als ein Drittel der Dachfläche neu gedämmt wird.

    Ziel der Lüftungsnorm DIN 1946-6 ist es, die notwendigen Mindestanforderungen beim Luftaustausch zu berechnen und ein Nachweisverfahren zu bestimmen. So soll festgestellt werden, ob technische Lüftungsmaßnahmen an einem Gebäude durchgeführt werden sollten oder nicht.

    Des Weiteren soll ermittelt werden, wie sich diese Lüftungsmaßnahmen realisieren lassen. Dies kann entweder von dem Verbraucher selbst, von einer automatischen Lüftungsanlage oder von einer zusätzlichen Lüftung über Schächte oder Fensterfalzlüfter durchgeführt werden.


    Lüftungskonzept in vier Stufen

    Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten, ein Lüftungskonzept umzusetzen, welche alle nach der DIN-Norm 1946-6 ausgerichtet sind. Da Gebäude sehr unterschiedlich angelegt sind, sind je nach Gebäude verschiedene Lüftungsstufen nötig. Diese vier Stufen geben den Grad der Lüftung an.

    • Lüftung zum Feuchteschutz
      Mithilfe dieser Stufe soll eine ausreichende Lüftung des Gebäudes in Abhängigkeit des jeweiligen Wärmeschutzniveaus erreicht werden. Durch diese Maßnahme sollen Bauschäden durch Feuchtigkeit verhindert werden, auch wenn die Bewohner nicht anwesend sind.
    • Reduzierte Lüftung
      Durch die reduzierte Lüftung soll sichergestellt werden, dass die Lüftung den hygienischen Mindeststandards und dem Bautenschutz des jeweiligen Gebäudes entspricht.
    • Nennlüftung
      Mit der Nennlüftung wird die Luftzufuhr, die zur Einhaltung hygienischer Standards und zum Bautenschutz nötig ist, beschrieben.
    • Intensivlüftung 
      Die Intensivlüftung erfordert einen hohen Luftwechsel und soll Lastspitzen abbauen, die in einem Gebäude auftreten können. Diese Lastspitzen können entstehen, wenn sich zum Beispiel mehrere Leute während einer Party in einem Raum aufhalten oder wenn sich auf eine andere Art viel Feuchtigkeit in der Luft ansammelt.

    Wir bei der RENEWA GmbH berechnen nur die Lüftung zum Feuchteschutz, um eventuelle Bauschäden ausfindig zu machen und auf diese hinzuweisen. Die restlichen Lüftungskonzepte werden unter anderem für die Auslegung von Lüftungsanlagen benötigt und werden in der Regel von Fachplanern solcher Anlagen berechnet.

    Benötigte Angaben für die Erstellung eines Lüftungskonzeptes

    • Baujahr
    • Beheizter Wohnraum in m²
    • Anzahl der Bewohner 
    • Gebäudehöhe bzw. Geschossanzahl
    • Luftdichtheit
    • Windstärke im Landkreis
    • Anzahl und Lage der Fenster

    Berechnung

    Für die Berechnung der Lüftungsstufen wird der Dämmstandard, die Art und die Lage des Gebäudes mit in die Rechnung einbezogen. Durch diese Berechnung können etwa Undichtheiten in der Gebäudehülle ausgemacht werden.

    Sollte es sich nach einer solchen Berechnung herausstellen, dass die natürliche Luftzufuhr nicht ausreichend ist, um die Lüftung zum Feuchteschutz zu garantieren, müssen weitere lüftungstechnische Maßnahmen durchgeführt werden.


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    Lüftungssysteme

    Wenn es sich durch eine Berechnung ergibt, dass der natürliche Luftaustausch im Haus zu gering ist, muss vom Besitzer ein Lüftungssystem nachgerüstet werden. Dafür gibt es nach DIN-Normen zwei wesentliche Methoden:

    Freie Lüftung

    Bei der freien Lüftung handelt es sich um spezielle Öffnungen in Fenstern und Außenwänden, durch die kontinuierlich Luft in ein Gebäude gelangt. Diese Öffnungen sind dabei so konstruiert, dass immer nur die benötigte Luftmenge ins Gebäude gelangt. Diese Lüftungsmethode ist eine einfache Methode, um die natürliche Luftzufuhr zu erhöhen. Allerdings ist sie unzureichend, wenn die Lüftungstechnik weitere Anforderungen hat, wie zum Beispiel Schallschutz.

    Vorteile Nachteile
    Keine LüftungsleitungenLuftwechsel abhängig von Winddruck und Windsog/ thermischen Auftrieb (Schachtbelüftung)
    Geringe InvestitionskostenSchlechte Luft durch das Vermischen von Zu- und Abluft
    Kein Stromverbrauch

    Ventilatorgestützte Lüftung

    Bei der ventilatorgestützten Lüftung wird die Luft mit einem mechanischen Antrieb kontrolliert und so durch ein Gebäude zirkuliert. Dies kann durch eine Abluftanlage, ein Hybridsystem oder durch die Kombination einer Zu- und Abluftanlage erfolgen.

    Ventilatorgestützte Lüftungssysteme werden als Raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) bezeichnet und werden laut DIN 1946-6 nach Einzelraumlüftungsanlagen, dezentralen oder zentralen Lüftungsanlagen und Anlagen mit und ohne Wärmerückgewinnung unterschieden.

    Des Weiteren werden RLT-Anlagen nach deren Geschwindigkeit der transportierten Luftströme und deren Druckabfall klassifiziert. So werden RLT-Lüftungsanlagen in Nieder- und Hochgeschwindigkeitsanlagen und Hoch- und Niederdruckanlagen eingeteilt.

    VorteileNachteile
    Nutzerunabhängige Lüftung ohne Öffnen der FensterInvestitionen für Ventilator sowie Abluft- und Fortluftkanäle
    Keine unkontrollierten LüftungswärmeverlusteBei Anlagen mit Wärmerückgewinning erfolgt eine Investition für Wärmeüberträger und für Abluft- Fortluftkanäle
    Bessere RaumluftqualitätHoher Montageaufwand
    Keine Gerüche durch Vermischen von Zu- und Abluft
    Bei Anlagen mit Wärmerückgewinnung erfolgt eine Redzuierung der Primär- und Endenergiewerte durch verringerte Lüftungswärmeverluste

    Luftwechselrate

    In der Luft sammeln sich ständig Schadstoffe, Gerüche und “Feuchtelasten” an, welche für schlechte Luft sorgen und zu einem Schimmelbefall führen können. Damit das verhindert werden kann, muss die Raumluft regelmäßig ausgetauscht werden. Die Luftwechselrate gibt an, wie oft dieser Vorgang passiert und wird mit der Größe 1/h oder auch h-1 angegeben.

    Einflussgrößen

    Es ist wichtig, die richtige Wohnraumlüftungs-Luftmenge zu ermitteln, bevor die Wohnraumbelüftung durchgeführt wird. Ist die Luftmenge zu gering, hat das eine schlechte Qualität der Raumluft als Folge, bei einer zu hohen Menge fallen die Energiekosten höher als nötig aus. Feuchtelasten, die natürliche Luftzirkulation im Gebäude, die erwarteten Emissionen und Gerüche können dabei alle die richtige Luftwechselrate beeinflussen.

    Die Luftwechselrate gibt an, wie oft die Luft in einem Raum innerhalb einer Stunde ausgetauscht wird. Bei einer Luftwechselrate von 2/h wird die gesamte Luft zweimal stündlich ersetzt.

    Ein wichtiger Faktor, der sich auf den Luftwechsel auswirkt, ist die Luftfeuchtigkeit, die täglich an die Raumluft abgegeben wird. Die entstehende Feuchtigkeit kann nicht uneingeschränkt von der Raumluft aufgenommen werden und kondensiert. Um Schimmelbildung zu verhindern, die durch die Kondensierung entstehen kann, sollte die Luftwechselrate passend zur Feuchtelast gewählt werden.

    Es ist wichtig zu beachten, dass die Luftwechselrate in verschiedenen Umständen zum Einsatz kommt. So gibt es den Luftwechsel im Lüftungskonzept, aber auch die Mindestluftwechselrate und den n50-Luftwechsel. In der folgenden Tabelle können Sie sich einen genaueren Überblick darüber verschaffen:

    KennwertBeschreibung
    Allgemeine LuftwechselrateBeschreibt, wie oft die Luft stündlich in einem Raum ausgetauscht wird
    Mindestluftwechselrate

    Luftwechsel zum Sicherstellen hygienischer Luftverhältnisse

    N50-LuftwechselrateGibt den Luftwechsel bei einer Druckdifferenz von 50 Pascal zwischen Haus und Umgebung an. Das Ergebnis zeigt die Dichtheit der Gebäudehülle

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    Der Service von RENEWA

    Um den Energieeffizienzstandard 55 oder 40 zu erreichen, ist der Einsatz von mechanischen Lüftungsanlagen äußerst wichtig, denn in diesen Effizienzhausstandards ist es verpflichtend, eine Lüftungsanlage einzubauen. Daher sind Lüftungsanlagen mit dem Förderprogramm 261 der KfW förderfähig.

    Unsere Energieberater von RENEWA übernehmen für Sie die Festlegung eines Lüftungskonzepts nach DIN-Norm 1946-6, berechnen den "Infiltrationswert" und wählen aufgrund dieser Berechnungen das für Sie passende Lüftungssystem.

    In dem von uns angebotenen kostenlosen Erstgespräch werden Ihnen Ihre Fragen rund um das Thema Lüftungskonzept beantwortet und ausgehend davon planen unsere Energieberater zusammen mit Ihnen die nächsten nötigen Schritte.


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